„Wir hören Sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden“ (Apg 2,11b)

Mit einer pfingstlich geprägten Andacht, sowie der Zertifikatsübergabe durch Markus Moder, Leiter des Fachbereiches III der Abteilung Schule und Religionsunterricht im Bistum Augsburg, schloss am vergangenen Montag die VII. Sonderpädagogische Zusatzqualifikation ab.

25 Teilnehmer/-innen, staatliche und kirchliche Lehrkräfte an Grund-, Mittel- und Förderschulen, darunter auch Kollegen/-innen der evangelischen Kirche, hatten im September 2018 diese Weiterbildung begonnen. In vier ein- bis dreitägigen Kurseinheiten setzten Sie sich mit der Idee der Inklusion auseinander, erhielten sonderpädagogische Grundlagen, reflektierten den eigenen Unterricht auf der Basis der Entwicklungspsychologie, hospitierten an sonderpädagogischen Förderzentren oder widmeten sich intensiv dem Umgang mit sozial-emotionalen Förderbedarf, in Theorie und Praxis. Fallbesprechungen, die Frage nach dem eigenen Umgang mit Ressourcen, neue Ideen zum Erzählen im Religionsunterricht, die Arbeit mit dem biblischen Buch Elija oder Anregungen zur Gestaltung des Religionsunterrichts mit pubertierenden Jugendlichen, schärften in diesem Jahr immer wieder den Blick für die eigene Schulpraxis.

Verschiedenen Referenten/-innen, darunter Frau Anne Hopmann, Referentin für Förderschule im Bistum Augsburg und Lehrkräfte verschiedener Förderzentren, brachten dabei ihre Expertise ein und regten an, neue Wege für einen inklusive Religionsunterricht zu entwickeln.

Am Ende dieser gemeinsamen Zeit stand die gottesdienstliche Feier bewusst unter dem Gedanken der Pfingsterzählung: „Wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden!“

Frau Dr. Kristina Roth, Leiterin der Fachstelle Schulische Inklusion und Hauptverantwortliche für diese Weiterbildung , unterstrich in ihren abschließenden Worten, dass es in der Schule immer wieder darum gehen soll, als Religionslehrkraft die Sprachen von Kindern und Jugendlichen, gerade mit Förderbedarf, zu entdecken und zu entschlüsseln. Sie ermutigte die Teilnehmer/-innen, auf ihre je eigene Weise, in die Lebenswelt(en) junger Menschen hinein „Gottes große Taten“ zu verkünden, ganz im Sinne der Pfingsterzählung - mit Begeisterung und Feuer, aber auch mit dem Blick auf die eigenen Grenzen.

Die Teilnehmer/-innen erhielten neben ihrem Zertifikat, als Erinnerung einen Schlüsselanhänger mit diesem Zitat aus der Apostelgeschichte. Aus den Rückmeldungen wurde deutlich, dass dieses Weiterbildungsangebot als bestärkend und ermutigend erlebt wurde. Viele der teilnehmenden Lehrkräfte erklärten, dass sie im nächsten Schuljahr an den Aufbaumodulen teilnehmen werden, um so eine Vertiefung und Fortführung zu finden.

Dr. Kristina Roth