Die Realität der virtuellen Welt und das päpstliche Schreiben CHRISTUS VIVIT

Studientag für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Schulpastoral und Ganztagsbildung

„Schein und Sein – die Realität der virtuellen Welt #Zukunft?“ Darüber referierte Martin Pohle, Schulpsychologe und Beratungslehrer an den Gnadenthalschulen in Ingolstadt, beim Studientag für Religionslehrkräfte mit einer Beauftragung für Schulpastoral und Ganztagsbildung.

Er berichtete über die Bedeutung der sozialen Medien für Kinder und Jugendliche und darüber, dass für viele die virtuelle Welt bereits zur Lebensrealität gehört. Ein Großteil der Kommunikation findet für sie über soziale Netzwerke und virtuelle Kanäle statt. Die Veränderung der Kommunikationskultur stellt Lehrkräfte und Mitarbeitende in Schulpastoral und Ganztagsbildung vor völlig neue Herausforderungen. Martin Pohle zeigte anhand von praktischen Beispielen Möglichkeiten der Nutzung, der Funktionsweise, aber auch die Gefahren dieser virtuellen Welt auf. Das Erkennen und die Begleitung von Konfliktsituationen und im Extremfall von Mobbing gestalten sich, gerade im schulischen Bereich, oftmals als ausgesprochen schwierig. Dennoch gilt es, die neuen Formen der Kommunikation zu akzeptieren, zu kultivieren und die Schülerinnen und Schüler zu einem kritisch-reflektiertem Anwenden heranzuführen und sie darin zu begleiten.

Der Nachmittag stand ganz im Zeichen von CHRISTUS VIVIT, dem nachsynodalen Schreiben von Papst Franziskus, welches auf dem Abschlussdokument der Welt-Jugendsynode gründet. Markus Moder, Fachbereichsleiter und Referent für Schulpastoral und Ganztagsbildung in der Abteilung Schule und Religionsunterricht des Bistums Augsburg, stellte anhand markanter Aussagen aus dem Dokument Ansätze und schulpastorale Handlungsfelder für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor.

Zum Abschluss wurde noch ein kleines Jubiläum begangen: Vor 10 Jahren endete das erste Schuljahr, in dem kirchliche Religionslehrkräfte mit Angeboten in der gebundenen Ganztagsschule eingesetzt waren. Moder bedankte sich bei drei Mitarbeiterinnen, Frau Sabine Eltschkner, Frau Mechthild Gerbig und Frau Monika Kraus-Brummer, welche von Anfang an dabei sind, mit einem kleinen Präsent. Mechthild Gerbig berichtete in einer kurzen Rückschau über den damaligen Beginn, die anfänglichen Unsicherheiten bzw. die eigene Konzeption der Angebote, obwohl es für diese Angebote keinen Lehrplan gibt. Besonders hervorgehoben wurden die schönen Momente und die Chancen, welche sich durch den Einsatz in der Ganztagsbildung ergeben.

Mit der Verabschiedung langjähriger Mitarbeiter/-innen, die entweder ihre Schule wechseln oder in den Ruhestand treten, endete der diesjährige Studientag.