Professor Dr. Uto Meier beim Impulsreferat

3. Einführungstag zum Religionspädagogischen Ausbildungszertifikat „Aufwärts“

Über 90 frischgebackene Erzieherinnen und Erzieher aus dem gesamten Bistum Augsburg, die jetzt ihr Berufspraktikum beginnen, fanden sich am Samstag, den 21.07. im Haus St. Ulrich in Augsburg zusammen, um gemeinsam in den Einführungstag für das Religionspädagogische Ausbildungszertifikat „Aufwärts“ zu starten. Die Tagung wurde von der diözesanen Abteilung Schule und Religionsunterricht veranstaltet.

Das Religionspädagogische Ausbildungszertifikat kann an vielen Fachakademien für Sozialpädagogik im Bistum Augsburg erworben werden und stellt eine Zusatzqualifizierung dar, die Erzieherinnen und Erzieher noch vertiefter auf die religionspädagogische Bildungsarbeit mit Kindern, Jugendlichen und Menschen mit Beeinträchtigung vorbereiten soll. Um diese wichtige Tätigkeit der Fachakademien zu unterstützen, bietet das Bistum Augsburg unterstützende Module an, eines davon ist der Einführungstag in das Religionspädagogische Ausbildungszertifikat.

Nach dem musikalischen Einstieg mit dem von Liedermacher Robert Haas eigens für das Projekt komponierten Lied „Aufwärts“ stellte Martina Lutz, Referentin für Fachakademien für Sozialpädagogik an der Schulabteilung, das Tagungsprogramm vor, das vielfältige Anregungen für die religiöse Erziehungsarbeit bot. Abteilungsleiter Bernhard Rößner brachte in der Begrüßung seine Freude zum Ausdruck, dass diese Tagung auf gleichbleibend hohe Resonanz stoße.

Den thematischen Teil eröffnete Prof. Dr. Uto Meier, Inhaber des Lehrstuhls für Religionspädagogik und Philosophie an der Katholischen Universität Eichstätt, mit seinem Impulsvortrag „Der Gott der (A)Eltern?  Oder der Gott der Kinder? – Chancen konstruktiver Intervention im Elementarbereich“.

Anhand von Äußerungen und Zeichnungen von Kindern und Jugendlichen zeigte Prof. Meier die Entwicklung des Glaubens in der Biographie von jungen Menschen auf und setzte Impulse, wie diese Entwicklung gut begleitet werden kann und wie sich diese religionspädagogische Kernaufgabe in den verschiedenen Einrichtungen auch zum Nutzen der Eltern und Familien ausweiten lässt.

Anschließend an den Vortrag konnten die jungen Erzieherinnen und Erzieher zwischen sechs Workshops wählen, um selbst religionspädagogisch zu arbeiten und so Ideen für die Arbeit in Einrichtungen zu sammeln. Das Workshopangebot war unterschiedlich ausgerichtet. So konnten die jungen Berufspraktikantinnen und -praktikanten neue religiöse Lieder kennen lernen, erlebnispädagogische Übungen erproben, kreative Ideen für den Umgang mit biblischen Texte umsetzen, anhand von Engelbildern aus der Kunst selbst künstlerisch tätig werden, Tipps für die religionspädagogische Arbeit mit Kinder- und Jugendbüchern erhalten sowie Impulse für die Arbeit mit Filmen bekommen.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen besuchten die jungen Erzieherinnen und Erzieher einen zweiten Workshop.

Parallel zu den Workshops trafen sich anwesende Professoren, Sr. Dr. Teresa Spika OSB, wissenschaftliche Referentin am Religionspädagogischen Zentrum in Bayern (RPZ) für Fachakademien für Sozialpädagogik, Vertreterinnen der „Caritas“ Augsburg, Schulleiter, Verantwortliche aus dem Bistum Augsburg sowie dem Erzbistum München und Freising sowie Dozentinnen und Dozenten für das Fach Katholische Theologie/Religionspädagogik an Fachakademien für Sozialpädagogik und Vertreter der evangelischen Kirche zu einem intensiven Austausch über aktuelle Entwicklungen der religionspädagogischen Arbeit in Einrichtungen sowie über Anliegen der Fachakademien.

Zum Abschluss des Tages wurde in der Kapelle des Hauses St. Ulrich eine Andacht mit Weihbischof Florian Wörner gefeiert, zu der auch Direktor Peter Kosak, Leiter des Schulwerks der Diözese Augsburg, zu Gast war. Die Andacht stand unter dem Thema „Zwei Dinge sollen Kinder bekommen: Wurzeln und Flügel“.

Am Ende des Gottesdienstes überreichte Weihbischof Wörner den Berufspraktikantinnen und -praktikanten das von der Schulabteilung herausgegebene Handbuch „Aufwärts“, das die Erzieher/-innen während des Berufspraktikums und ihres ganzen Berufslebens in ihrer religionspädagogischen Arbeit begleiten soll. Es bietet neben kurzen theoretischen Einführungen Impulse für Vernetzung und Kooperation, Praxisideen sowie Hinweise auf Medien und Materialien und lässt sich jederzeit individuell erweitern.

Um den Tag noch länger nachwirken zu lassen, kann demnächst das Motto-Lied „Aufwärts“ von der Website der Schulabteilung downgeloadet werden.