Buchtipp: Was bleibt ist Licht

Nach dem Tod ihres kleinen Sohnes findet die Illustratorin Melanie Garanin ihren ganz eigenen Weg, um mit ihrer Trauer, Wut und Verzweiflung umzugehen: Sie beginnt, die sogenannten "Kerzentiere" zu zeichnen, insgesamt 365 Stück. Diese Tiere haben eines gemeinsam: Sie alle tragen eine Kerze. Mal schleppen sie sie, mal balancieren sie sie auf dem Kopf, mal lehnen sie sich an ihr an - immer aber hüten sie ihr Licht wie einen Schatz. Eine Auswahl dieser tragisch-komischen Zeichnungen ist nun in diesem Buch versammelt, das mit wenigen Worten, aber umso berührenderen Bildern Licht ins Dunkel bringt und gleichzeitig Raum lässt für die eigene Trauer. Garanins Kerzentiere verkörpern die ganze Bandbreite von Gefühlen, die der Tod in uns auslöst, sie ersetzen die passenden Worte, die eigentlich immer fehlen, sie bringen uns zum Lachen und zum Weinen und sie erinnern uns daran, dass nichts unmöglich ist.

Ein magisch-poetisches Trauerbuch, das nichts beschönigt und dennoch Trost und Mut spendet.

Ein wunderbares Geschenk für alle, die einen großen Verlust erlitten haben und auf der Suche nach Licht sind.

Mit wundervollen, liebevollen Zeichnungen von Melanie Garanin, die jedem ihrer Tiere eine Seele einhaucht und alle erdenklichen Gefühle mit ihnen auszudrücken vermag.

Unter www.melaniegaranin.com sind die Kerzentiere auch online zu finden.

Fazit
Ein ungewöhnliches und zutiefst berührendes Trostbuch, das die Traurigkeit nicht leugnet, sie aber ein wenig heller macht.