Frau Ulrike Reger, Religionslehrerin i. K.

Zu Beginn dieser Woche erhielten wir die traurige Nachricht, dass unsere Kollegin, Frau Ulrike Reger, Religionslehrerin im Dekanat Neu-Ulm, ganz plötzlich und unerwartet, verstorben ist.
Frau Reger begann nach dem Studium des Lehramts für berufliche Schulen ihre Tätigkeit im Bistum Augsburg, im SJ 1990/91 an der Mittel- und Wirtschaftsschule Senden, sowie an der Grundschule Wullenstetten. Nach der Elternzeit kehrte sie an die Mittel- und Wirtschaftsschule Senden zurück, wo sie bis heute tätig war.
In allen Jahren arbeitete sie mit großem Engagement und Freude als Religionslehrerin und stellte sich den wechselnden Herausforderungen dieser Aufgabe.
Ihre ungebrochene Neugier und ihr Interesse an vielfältigen Unterrichtsmethoden, neuen pädagogischen Ansätzen sowie an der Auseinandersetzung mit Fragen der Inklusion brachte sie gewinnbringend in ihren Religionsunterricht ein. Dabei war sie stets interessiert an Fortbildungen und am kollegialen Austausch.
In ökumenischer Kooperation gestaltete sie über den Unterricht hinaus vielfältige schulpastorale Angebote an ihren Schulen und ermöglichte so eine bewusste Auseinandersetzung mit Lebens- und Glaubensfragen.
Ein besonderes Anliegen war Frau Reger das Thema des Fairen Handels. So hatte sie wesentlichen Anteil daran, dass die Wirtschaftsschule Senden bereits zweimal die Auszeichnung als „Fairtrade-Schule“ erhielt, und sensibilisierte junge Menschen dafür, die Zusammenhänge zwischen globaler Gerechtigkeit und dem eigenen Lebensstil in den Blick zu nehmen. Sie leitete die Gruppen „Fairtrade Kids“ und organisierte unter anderem verschiedenste Projekte sowie einen Pausenverkauf. Dadurch erschloss sie auf konkrete Art und Weise globale Zusammenhänge und ermutigte junge Menschen, aktiv einen Beitrag zur Weltgestaltung zu leisten.
All dies erfordert eine Lehrerpersönlichkeit, die jungen Menschen zugewandt und interessiert begegnet und in ihnen mehr sieht als nur Schülerinnen oder Schüler. Diese Lehrerpersönlichkeit brachte Frau Reger über mehr als drei Jahrzehnte in die Erziehung, Bildung und Begleitung auf dem Weg zum Erwachsenwerden ein. Sie bot in ihrem Religionsunterricht die Möglichkeit zu einer vielfältigen und reflektierten Auseinandersetzung mit dem Glauben.
Dabei war es gerade ihre offene, fröhliche, wertschätzende, aber auch klare Art, die sowohl von den Schülerinnen und Schülern als auch im Kollegenkreis sehr geschätzt wurde.
Frau Reger handelte in ihrem Beruf ganz im Sinne eines Ausspruchs des heiligen Don Boscos: „Wer die Jugend gewinnt, gewinnt die Zukunft“, und hat so maßgebliche Spuren hinterlassen, die auf vielfältige Weise in der Zukunft weiterwirken werden.
Nun wurde sie selbst unerwartet heimgerufen in eine Zukunft bei Gott, den sie so viele Jahre mit großer Überzeugung verkündet hat.
Möge ER ihr all das vergelten, was sie so vielen jungen Menschen vorgelebt und vermittelt hat. Möge sie in Gottes Frieden ruhen.
Wir sagen aufrichtig Dank für all ihr Tun und ihren Dienst.
Ihrer Familie wünschen wir von Herzen Kraft, Gottes Beistand und viele Momente liebevollen Erinnerns, die tragen.
Für die Abteilung Schule und Religionsunterricht,
Dr. Kristina Roth, Ltd. OStDin i. K.