Angebot für Schulen: „Judentum live erleben“

„Voneinander lernen“ mit der Organisation Lea Fleischmann-Bildungsprojekte

Das Bildungsprojekt „Judentum live erleben“ der Organisation Lea Fleischmann - Bildungsprojekte hat seinen Sitz in Jerusalem und bringt seit 2012 jüdisches Leben direkt in deutsche Klassenzimmer. Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern das Judentum nicht nur theoretisch zu vermitteln, sondern durch echte Begegnungen erfahrbar zu machen – und so Vorurteile abzubauen sowie interreligiöses Verständnis zu fördern.

Kern des Angebots sind interaktive Live-Schaltungen aus Jerusalem, in denen jüdische Referentinnen und Referenten – etwa Arie Rosen – authentisch aus ihrem Alltag berichten. Die Veranstaltungen dauern in der Regel rund 90 Minuten und finden digital im Unterricht statt.

Inhaltlich geht es dabei um:

  • zentrale Grundlagen des Judentums (Tora, Talmud, religiöse Praxis)
  • jüdische Feiertage mit besonderem Fokus auf den Schabbat
  • Alltagsleben jüdischer Familien in Israel
  • kulturelle und religiöse Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu Christentum und Islam
  • persönliche Gespräche und eine offene Fragerunde für Schülerinnen und Schüler

Ein wichtiger pädagogischer Ansatz ist das „Voneinander lernen“: Die Lernenden sollen nicht nur Fakten aufnehmen, sondern auch ihre eigenen Traditionen reflektieren – etwa den Vergleich zwischen Schabbat und Sonntag. Die Initiative hat inzwischen mit über 950 Schulen und rund 65.000 Schülerinnen und Schülern gearbeitet. Viele Schulen berichten, dass besonders die direkte Begegnung mit jüdischen Gesprächspartnern nachhaltige Eindrücke hinterlässt und Diskussionen über Vorurteile, Religion und Zusammenleben anstößt.

Gegründet wurde das Projekt von Lea Fleischmann, einer Tochter von Holocaustüberlebenden und ehemaligen Lehrerin, die seit 1979 in Jerusalem lebt. Sie hat mehrere Bücher veröffentlicht, in denen sie das Judentum für Nichtjuden verständlich erklärt, und wurde für ihre Arbeit unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Das übergeordnete Ziel des Projekts ist klar formuliert: Dialog fördern, Verständnis schaffen und damit einen Beitrag zu einer toleranteren und friedlicheren Gesellschaft leisten.

Zur Kontaktaufnahme dienen folgende Daten:

Arie Rosen