Umfrage: Religion an der Schule in Zeiten von Corona

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

unsere Schulen befinden sich in Zeiten der Corona-Pandemie in einer nie gekannten und nur unter großem Aufwand zu bewältigenden Ausnahmesituation, die Schritte zurück zum sog. regulären Unterricht sind zwar inzwischen eingeleitet und abgesteckt, doch vieles bleibt offen, und die weitere Entwicklung ist nicht präzise vorhersagbar.

  • Zunächst dürfen wir Ihnen unseren großen und herzlichen Dank für die Bereitschaft sagen, dass Sie sich als Religionslehrkräfte so engagiert, flexibel und kreativ einbringen: im „Lernen zu Hause“ und in ganz neuen, oft digitalen Unterrichtsformen, in der Notbetreuung, in pastoralen Angeboten, jetzt auch wieder im Präsenzunterricht – eben dort, wo Sie von der Schule gebraucht werden.
  • Wie andere kirchliche Einrichtungen und Diözesen wollen wir ein genaueres Bild über das Gesamtfeld von Religion an der Schule in Zeiten von Corona gewinnen; die Rückmeldungen, die wir erhalten, sind oft widersprüchlich, abhängig von den jeweiligen schulischen Voraussetzungen vor Ort und mitunter auch schulartspezifischen Gegebenheiten. Wie wird im derzeitigen Rahmen der RU realisiert, welche schulpastoralen Angebote können stattfinden, kurz: welche Bedeutung hat religiöse Bildung im gegenwärtigen Schulbetrieb? Und: Welche Hilfen benötigen Sie?
    Der Bildungsanspruch unseres Faches ist dabei im Blick zu behalten: Im schulischen Fächerkanon gehört es zwar nicht zu den sog. Kernfächern, dennoch geht es bei diesem „ordentlichen Lehrfach“ (GG) um einen unverzichtbaren Kern von Bildung: um grundlegende Lebensorientierung aus dem Glauben, um einen „Modus der Weltbegegnung“, den spezifisch religiöse Bildung in der Schule verwirklicht und der auch derzeit seine Relevanz erschließen kann.
  • Um diese Gesamtsituation für religiöse Bildung an den Schulen nicht nur über Einzelbeispiele, sondern auch in ihren Trends einschätzen zu können, haben Sie als Religionslehrkraft unseres Bistum derzeit Gelegenheit, einen schulartspezifischen digitalen Fragebogen, den wir an Sie persönlich (bei kirchlichen Religionslehrkräften) oder Ihre Schule übersandt haben, Ihre Wahrnehmungen in knapper Form einzubringen.
     

In den Umfrageergebnissen können signifikante Tendenzen sichtbar werden, die es uns im Rahmen unserer Fachaufsicht ermöglichen, Religion an der Schule von unserer Seite zu unterstützen und ggf. Entwicklungen entgegenzuwirken, dass beispielsweise religiöse Bildung organisatorisch „ausgeblendet“ wird.

Die gegenwärtigen Maßnahmen zur Pandemieeindämmung erscheinen sinnvoll und nötig, jedoch sind sie klar und eng auf diese Ausnahmesituation zu befristen.

Wir freuen wir uns über zahlreiche Rückmeldungen von Ihnen – möglichst schon bis zum
3. Juli 2020! Die Ergebnisse werden einen wichtigen Beitrag dazu leisten, unser Fach auch künftig vor Ort zu stärken!

Fortlaufende und vielfältige Informationen von kirchlicher und staatlicher Seite, Unterrichtsimpulse und pastorale Anregungen bietet Ihnen – wie Sie wissen – unsere Homepage, in der ein eigenes digitales Feld zum Thema „Schule in Zeiten von Corona“ eingerichtet ist: Kurzlink https://schuleRU-augsburg.de/corona.Gerne können Sie sich bei dringenden Anfragen auch direkt an uns wenden!

Mit herzlichem Gruß und Dank für Ihre Mitarbeit - und viel Kraft für die anstehenden Wochen bis Schuljahresende!

OStD i. K. Bernhard Rößner, Abteilungsleiter
SchAD i. K. Ludwig Sauter, Fachbereichsleiter (GS/MS/FöS)
StD i. K. Dr. Joachim Sailer, Fachbereichsleiter (RS)
StD. i. K. Markus Moder, Fachbereichsleiter (Schulpastoral)
StD i. K. Meinrad Hörwick, Referent (BS)
StD i. K. Joachim Neumann, Referent (Gym)